#Reihenliebe: „Silber“ Die Bücher der Träume von Kerstin Gier

Traumhaft schön und entzückend fantastisch

Silber – Das erste | zweite | dritte Buch der Träume„, die Fantasy-Trilogie von Kerstin Gier, als Hörbuch erschienen bei Argon, gesprochen von Simona Pahl

Was ist geschehen?

Der Liebe sei Dank, hat es Liv Silber und ihre kleine Schwester Mia gerade erst in die britische Hauptstadt London und mitten hinein in eine neue Patchwork-Familie verschlagen, zwei mehr oder minder herzliche neue Geschwister und ein eher spezielles Stiefoma-Biest inbegriffen. Als wäre all dies neben der neuen Schule nicht schon schwierig genug für Liv, beginnen ihre Träume nun auch noch sonderbare Gestalt anzunehmen und überaus gruselig zu werden – doch nicht nur das, ihre Träume sind zudem erschreckend real. Als sie eines Nachts im Traum auf einem Friedhof vier Jungs bei einem seltsamen Ritual beobachtet, hängt ihr dieser Traum besonders nach, denn die Jungs sind niemand anderes, als ihr angehender Stiefbruder Grayson und seine drei besten Freunde, die allesamt auf die gleiche Schule gehen, wie Liv.

Als die Jungs plötzlich Dinge über Liv wissen, die sie den Vieren nur im Traum, doch nie am Tage erzählt hat, beginnt Liv zu rätseln. Irgendetwas an diesen Träumen ist anders – und Liv wäre nicht Liv, wenn sie diesem Rätsel nicht auf die Spur kommen würde.

Was ist davon zu halten?

Die Fantasy-Trilogie „Silber“ rund um die fünfzehnjährige Olivia „Liv“ Silber ist Kerstin Giers aktueller Jugendbuch-Streich, der besonders als Hörbuch etwas hermacht. Die Theaterschauspielerin Simona Pahl leiht Liv, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, ihre Stimme, die besser kaum zu dem verträumten, jungen Mädchen passen könnte.

Gespickt mit allerlei herzlichen Details, wie einem Familien-Hund mit dem prägnant kurzen Namen „Princess Buttercup formerly known as Doctor Watson“ – oder kurz Buttercup, einem österreichischen Kindermädchen, dessen Dienstzeit „eigentlich“ längst überschritten ist oder einer etwas schwierigen Stiefoma, erzählt Kerstin Gier die fantastische Geschichte um erschreckend lebendige Träume gewohnt souverän und mit einer gehörigen Portion Humor und einer kräftigen Prise Spannung. Schließlich sind der Autorin seltsame Träume und neue Familienbande nicht Problem genug für ihre pubertierende Protagonisten und so bringt Kerstin Gier mit der geheimnisvollen Bloggerin Secrecy noch etwas Würze in die Geschichte und ein großes Geheimnis, dessen Auflösung der Leser sehnlichst entgegenfiebert.

Sprachlich steht „Silber“ der Qualität der Geschichte in nichts nach. Aus der Ich-Pespektive erzählt, ist Livs Sprache die eines heranwachsenden Mädchens, doch nie zu flappsig oder gar ordinär – nein, Kerstin Gier gelingt es, genau den Ton anzuschlagen, den der Leser von einem Mädchen wie Liv erwarten würde.

Dabei wagt die Autorin es, ihre Protagonisten hier und da auch irren zu lassen und ihr die Chance zur Einsicht zu geben. So wird „Silber“ ein stückweit eine Geschichte über das Erwachsenwerden mit all seinen Problemen, die über die ersten Schmetterlinge im Bauch schnell hinausgehen. Doch keine Sorge, die eigentliche Geschichte um seltsame Traumkorridore voller bunter Türen bleibt stets im Fokus.

Fazit:

„Silber“ ist eine zuchersüße und zugleich spannende fantastische Geschichte im Hier und Jetzt der Metropole London, doch einige wenige Längen trüben das Hörvergnügen dennoch. Trotzdem fängt Simona Pahl mit ihrem frischen Erzählstil den Hörer immer wieder ein und bringt ihn zurück in die Geschichte rund um Liv Silber und ihre verrückten Träume – für Fantasy- und Jugensbuch-Fans ein absolutes Hörvergnügen.

Vier_Sterne

Buchdetails:


  • Juni 2013 | Juni 2014 | Oktober 2015
  • Verlag: Argon-Verlag
  • ISBN: 978-3-8398-4050-4 | 978-3-8398-4060-3 | 978-3-8398-4083-2
  • Hörbuch: Insgesamt 29 Std. & 53 Min. Hörvergnügen

„Silber“, die Fantasy-Trilogie von Kerstin Gier ist als Hörbuch* im Argon- Verlag erschienen und ist u.a. als Hardcover* und als eBook für den Kindle* erhältlich.

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Carolin Blanck

Das Leben ist zu kurz, um laufend ein schlechtes Buch in die Hand zu nehmen - deshalb schreibt der Wortteufel Buch-Rezensionen. Und weil er schreibt, schreibt er auch über das Schreiben. Logisch - oder?

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