„Das Geheimnis von Wickwood“ von Hanna Dietz

Buchcover zu Das Geheimnis von Wickwood von Hanna Dietz
© Arena

Eine amerikanische Kleinstadt und ihr dunkles Geheimnis – so schön düster, böse und gemein!

„Das Geheimnis von Wickwood“, ein schaurig-spannender Jugendroman von Hanna Dietz, erschienen bei Arena.

 

 

 

Was ist geschehen?

Wickwood – der Ort, an dem niemand gerne tot über den Zaun hängen würde und doch kennt jeder jeden und das Interesse an den Fehltritten und Entgleisungen noch lebender Mitbürger ist bisweilen ungemein hoch. Hier fristet Stella ein Dasein, das an Langeweile und Tristesse kaum zu überbieten ist und an Unerträglichkeit nur durch die spießbürgerlichen Moralvorstellungen ihrer Mutter übertroffen wird.

Doch dann trifft Stella auf Liv und plötzlich ist alles anders. Das smarte, hübsche Mädchen schenkt Stella eine Tasche. Doch es ist nicht irgendeine Tasche und als Stellas geheimsten Wünsche und Sehnsüchte nach und nach in Erfüllung gehen, beginnt die 16jährige zu begreifen, dass es etwas ganz besonderes mit dieser Tasche auf sich hat. Als jedoch eine Stella unliebsame Klassenkameradin verunglückt, muss sie sich fragen, ob die Tasche nicht doch finstere Absichten hegt.

Stella spürt immer mehr, dass die Tasche mehr Unheil als Gutes für sie bereit hält, doch das modische Accessoire loszuwerden, gestaltet sich überraschend schwierig. Nach und nach erkennt Stella, dass es ein altes Geheimnis ist, dass sie lüften muss, um den Fluch zu brechen. Vor dreißig Jahren ist etwas in der Stadt geschehen, doch Wickwoods Einwohner hüllen sich in Schweigen und bald gerät Stella selbst in Lebensgefahr.

Was ist davon zu halten?

„Mein Leben hatte einen Zustand von Ödnis erreicht, der kaum zu übertreffen war.“ ~ aus „Das Geheimnis von Wickwood“, S. 7.

Rasant, spannend und gar nicht mal so nett – das ist Hanna Dietz neuer Jugendroman „Das Geheimnis von Wickwood„. Gewürzt mit einer gehörigen Portion schaurigem Horror, wie sie Stephen King nicht hätte besser servieren können und garniert mit Elementen aus Krimi und Mysterie, ist der Roman einfach richtig schön böse und gemein, die Geschichte ungemein spannend und ein großes Lesevergnügen bis zum Schluss.

Was als nette, einnehmende Geschichte eines 16jährigen Mädchens beginnt, das durchschnittlicher kaum sein könnte, wird rasch zu einer aufregenden Geschichte, deren Ausgang der Leser mehr und mehr entgegenfiebert. Schon der Prolog verheißt nur wenig Gutes und recht schnell trifft das Schicksal die Protagonistin Stella mit voller Härte. Ungewollt stolpert sie in ein tötliches Abenteuer und gerät einem alten Geheimnis auf die Spur, das sie besser hätte ruhen lassen. Von hier spannt sich der Spannungsbogen immer mehr und es ist beeindruckend, wie es Hanna Dietz gelingt ihre Geschichte um „Das Geheimnis von Wickwood“ weiterzuspinnen, ohne die Spannung abebben zu lassen, oder den Leser mit retardierenden Momenten aus der Geschichte zu werfen.

Nur sehr langsam gibt sie Stella in der Geschichte Stück um Stück in die Hand, um das Puzzle zusammen zu setzen und treibt so nicht nur ihre Protagonisten sondern auch den Leser schier in den Wahnsinn – doch nur im besten aller Sinne. „Das Geheimnis von Wickwood“ ist ein Roman, der sich nur schwer aus der Hand legen lässt und seinem Leser spätestens in der zweiten Hälfte rasch schlaflose Nächte beschert.

Sprachlich wie erzähltechnisch sitzt Hanna Dietz fest im Sattel und macht so aus „Das Geheimnis von Wickwood“ nicht nur aufgrund der Spannung ein flüssiges und rundes Lesevergnügen.

Fazit:

Ohne Frage: Lesen! Wer ein wenig nervenaufreibende Spannung verträgt und gern in mysteriösen Schauergeschichten schmökert, darf „Das Geheimnis von Wickwood“ auf gar keinen Fall verpassen!

Fünf_Sterne

Buchdetails:


  •  20. August 2015
  • Verlag: Arena Verlag
  • ISBN: 978-3-401-60041-3
  • Hardcover: 392 Seiten

Buch kaufen? „Das Geheimnis von Wickwood“ ist als Hardcover* und als eBook* für den Kindle und als ePub erhältlich.

*

* = Affiliate Link

The following two tabs change content below.

Carolin Blanck

Das Leben ist zu kurz, um laufend ein schlechtes Buch in die Hand zu nehmen - deshalb schreibt der Wortteufel Buch-Rezensionen. Und weil er schreibt, schreibt er auch über das Schreiben. Logisch - oder?

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: